Von der Großstadt aufs Land – der Umzug

Mai 20, 2017 by

Vor knapp drei Monaten sind wir als Familie aufs Land gezogen. Hierher, wo der Zuzug wesentlich geringer ist als der Wegzug. In eine kleine Stadt zwischen Kulmbach und Hof in Oberfranken. Dass wir irgendwann aus Berlin weg ziehen werden war für HerrnAsen und mich eigentlich schon klar, auch wenn wir lange nicht direkt darüber gesprochen hatten. Wir kommen beide vom Land. Ich aus dem Münsterland, aus einem kleinen ehemaligen Bahnwärtershaus und er hier aus der Region. Berlin war für mich immer nur als Zwischenstopp geplant. Ich dachte ich ziehe eines Tages vielleicht noch einmal nach Hamburg. Aber dann habe ich HerrnAsen kennen gelernt und wir sind zusammen gezogen. 2 Jahre später war unsere kleine, zauberhafte Tochter auf der Welt und für uns stand fest: Wir wollen für uns und für sie mehr Grün um uns haben. Mehr frische Luft und mehr Ruhe.

Wir haben uns in einigen Stadtteilen in und um Berlin umgesehen, doch so richtig „Wow“ hat’s nicht gemacht. Halbernst haben wir auf verschiedenen Immobilien-Portalen angefangen nach historischen Häusern in Oberfranken, im Münsterland und in Norddeutschland zu gucken. Einige der Häuser haben wir uns von außen angesehen und ein paar wenige von innen. So auch das, in dem wir jetzt schon wohnen. Wir haben dieses Haus gesehen, ich habe die Nächte danach davon geträumt, Herr Asen hat geschwärmt und dann haben wir es gekauft. Es ging doch alles recht schnell und viel unkomplizierter als ich gedacht hätte.

Die letzten Wochen in Berlin war ich schon ein wenig wehmütig. Bin mit besonderer Bedacht und Baby in der Trage durch die vielen kleinen Läden in Friedrichshain geschlendert, hab den einen oder anderen Lieblings-Kaffee mit besonderem Genuss getrunken und noch mindestens 2 mal beim Lieblings-Inder und beim Lieblings-Koreaner gegessen. Es war schon auch schön dort oben in Berlin. Und sooo praktisch. Der Drogeriemarkt war an der nächsten Ecke, der Bioladen 100 Meter entfernt und auch sonst ist das Angebot kaum zu toppen. Für junge Mamas gibt es jede Menge Kurse und einige Familiencafes in jedem Bezirk. Natürlich ergaben sich dadurch auch ein paar Freundschaften, die wir schweren Herzens in Berlin zurücklassen mussten. Aber zum Glück können wir uns ja besuchen. Und das tun wir auch.

Wir sind also aufs Land gezogen. HerrAsen und ich hatten im Anschluss 2 Monate Elternzeit zusammen. Das war wunderschön. So ein Umzug mit Baby ist ja schon eine besondere Herausforderung. Zuerst das Einpacken, dann das Auspacken und Rumrücken der Möbel. Es hat noch immer nicht alles seinen festen Platz gefunden, aber das muss ja auch nicht sein. Beim Streichen, Aufräumen, Aufbauen, Einrichten, Umbauen, Festschrauben und der Gartenarbeit konnten wir uns wunderbar abwechseln. Einer war mit dem Baby beschäftigt und einer konnte sich dem Haus widmen. So ging das doch recht gut. Ab und zu konnten wir auch beide „arbeiten“ während das Baby zufrieden am Boden spielte.

und zum Schluss haben wir uns noch eine gemeinsame Woche Urlaub gegönnt. Das war perfekt.

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